Vortrag des Nikolaus
anlässlich der Weihnachtsfeier im WYC
am 9.12.2000

Seit vielen Jahren komm ich her um Euch zu sagen: 
Es weihnachtet sehr. 
In dieser schönen Weihnachtszeit sind alle Menschen gern bereit zurückzublicken auf das Jahr, das diesmal ein besondres war.

Millenium hieß das Zauberwort, man feierte an jedem Ort so auch bei Euch hier in dem Club in buntgeschmückter Pellastubb ein rauschend Fest mit Trank und Speise. Ein jeder dacht auf seine Weise: Das Neu-Jahrtausend sollt es bringen, es sollte endlich mal gelingen, daß besser wird die ganze Welt, so mancher hat sich vorgestellt, dass Frieden kommt, die Armut schwindet, die Politik hat laut verkündet, daß alles jetzt viel besser wär, jedoch es war ne schöne Mär, denn allen wurde bald schon klar: es war ein ganz normales Jahr. 

Normal heißt hier in diesem Club und seiner schönen Pellastubb, daß wie in all den andren Jahren die Wassersportler fleißig waren. Ein jeder ging auf seine Weise auf große oder kleine Reise und kam mit Können und auch Glück sicher hier zum Club zurück.

Gefeiert wurd in diesem Club und seiner schönen Pellastubb manch Jubiläum, manches Fest, woraus sich schon erkennen läßt: Gibst Du im Club mal einen aus, so hast Du schnell ein volles Haus

Normal heisst auch bei Euch im Club und seiner schönen Pellastub dass Bauarbeit ist angesagt. So mancher hat es schon beklagt: Die Nordwand hier von diesem Haus, die sah ja schon recht schäbig aus. Von Heinzelmännchen über Nacht wurd hier ein trefflich Werk vollbracht. Die Bretter sind nun wieder ganz, das Haus erstrahlt in neuem Glanz 

Die Jugend ist ein Hauptgewinn, hier macht die Arbeit einen Sinn. Mit Schlauchboot, Opti, Multiboot, denn Jugendarbeit, die ist Not! Beim Knoten, Spleissen, Manövrieren, und auch das Kentern ausprobieren, sind sie mit Eifer stets dabei, selbst Sturm ist Ihnen einerlei. Nur wer dies alles richtig kann steht in der Seefahrt seinen Mann. Manch einen stört ihr lautes Toben, jedoch ich möcht sie trotzdem loben. Im Grunde, so erscheint es mir: Sie wollen werden so wie Ihr !!

Und eins mir noch am Herzen liegt, manch einer hats schon mitgekriegt: Die Damen drängen an die Macht Es wurd schon manche Tat vollbracht. Was früher schier undenklich war, gehört zum Alltag heute gar: Die Girls sind heut aktiv dabei und ziehn an machem Mann vorbei. Sie Segeln -- steuern ohne Not sogar das größte Motorboot, Spleissen, Knoten, Navigieren, das Schiff im Hafen manövrieren gehört zu ihrem Repertoire, so manche Frau sieht man sogar beim Pinseln, Motor reparieren, und an der Stopfbüchs rumhantieren. Als Smutje stehn sie ihre Frau und eines zeigt sich ganz genau: Manch Käptn wär ein armer Wicht, hätt er seine Bootsfrau nicht. 

Selbst hier im Haus ists nicht zu Ende, da regen sich die fleisgen Hände Euch zu verwöhn mit Speis und Trank, im Vorstand sind sie, Gott sei Dank, auch stark vertreten, engagiert, wird hier geregelt was passiert mit Geldern, Schriftkram, Jugend, Festen. Hier sind sie stets die Allerbesten, die so ein Club sich wünschen kann, wer braucht denn hier noch einen Mann ?? 

Doch halt, denk ich als Nikolaus, hier schieß ich übers Ziel hinaus. Denn die Erkenntnis, die ist richtig: Gemeinsamkeiten, die sind wichtig. Wenn Mann und Frau sich gut verstehen, gemeinschaftlich auf Fahrten gehen, ist um die Zukunft mir nicht bang, das hält dann oft ein Leben lang.

Ich muß nun fort, mich ziehts hinaus, ein frohes Fest wünscht Euch
der NIKOLAUS !!

Es war ein schöner, gemeinsamer Weihnachtsabend:
Eine sehr schön geschmückte Pellastube, eindrucksvoll dekorierte Tische, hervorragendes Essen und nach dem Besuch vom Nikolaus kam beim gemeinsamen Singen richtig weihnachtliche Stimmung auf.

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Festgestaltung: Gertrud Kramer
Nikolaus: Dr. Günther Maneck
Layout: Dieter Schlüter