Weihnachtsfeier 2001 in der Pellastube


Festlich und weihnachtlich war die Pellastube geschmückt und eingedeckt!

Auf allen Tischen weinrote Tischdecken, Tannengrün, kleine holzgeschnitzte Weihnachtsmänner und statt echter brennender Kerzen (die im Bootshaus nicht gestattet sind) auf jedem Tisch ein Gesteck mit elektrisch beleuchteten Kerzen.
Sevietten, Besteck und polierte Weingläser warteten auf ihren Einsatz und pünktlich um 19:00 Uhr gab es, am Tisch serviert:

Wildhasenterrine mit Pistatien, dazu Waldorfsalat "Astoria" und frisches Baguette.
Poulardenbrust mit Pfifferlingen und Kräutern auf Rahmsouce mit Wildreis und Broccoli.
Lebkuchenmousse-Bombe auf Honigkuchen mit Waldfrüchten.

Und dann rumpelte es auf der Pritsche, die Tür flog auf und herein kam ein mit zwei Säcken schwer bepackter Weihnachtsmann. Der hatte dann folgendes zu sagen:

"Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring Euch Grüße und noch mehr, vom weiten, fernen Himmelszelt, von allen Engeln dieser Welt, von Petrus unserm Wettermann, der Regen und Sonne machen kann, von Wolke siebenhundertacht, die Hagel, Schnee und Blitze macht. Vom Mond, der nächtens Euch betört, der Ebbe und auch Flut beschert. Auch Alex Zaiss grüßt Euch, Ihr Leut. Freut Euch, dass ihr noch auf Erden seid.

Ich grüß Euch also auf der Welt, dazu hat man mich her bestellt, in diese noble Skipperrunde, auf dass ich hier nun gebe Kunde, was alles so im Jahr geschehen. Drum werde ich jetzt erst mal sehen, was auf den nächsten Seiten steht und wie mein Vortrag weiter geht. Habt Acht und hört, Ihr lieben Leut: Freut Euch, dass Ihr hier zusammen seid.

Solls der Nikolaus erwähnen oder schweigen? Soll ein Nikolaus Gefühle zeigen? Selbst wir im Himmel auf der faulen Haut, wir haben unseren Augen nicht getraut: Zwei Türme gingen in Asche und Schutt, dass war sehr schlimm, das war nicht gut. Da zweifelt man am Hirn der Welt, wer hat das Unheil nur bestellt? Nicht wir im Himmel, das ist klar!!! Nein, Menschenkinder! Sonderbar, die alle essen, schlafen, lieben, die leben, so, halt nach den Trieben, verschieden sind zwar ihre Glauben, doch keiner spricht von Morden, Rauben. Ob weiß, ob schwarz, ob rot, ob gelb, es ist doch Platz auf Eurer Welt !!! Beendet, Menschen, Euren Neid. Freut Euch, ganz schlicht, und ohne Streit.

Man muss nicht nur über Frieden reden, man muss bewusst entsprechend leben! Man sollte den Nachbarn tolerieren, ihn zu verstehen mal probieren, ob bärtig, farbig oder bleich ,das ist doch letztlich völlig gleich. Man sollte auch nicht pauschalieren, den einzig Klugen zelebrieren! Das gilt nun sicher nicht für jeden, doch mancher tut halt mal so reden, was grade kommt ihm in den Sinn, Verallgemeinerung ist in und plötzlich sieht es dann so aus, als wär´ verschmutzt das ganze Haus. Voreingenommenheit, die meidet, nur Menschlichkeit, die ist entscheidend. Drum sag ich: Seid toleranzbereit. Freut Euch, wenn Ihr offenen Herzens seid.

Nun Ende, Schluss mit der Kritik, und kein Wort mehr von Politik, denn neulich sagte Petrus zu mir: "Nikolaus, ich garantiere Dir, kommst du nach Schierstein an den Hafen, dann bitte keinesfalls verschlafen, am Ufer schwimmt ein großes Haus, das sieht ganz braun von außen aus, es ist ein Bootshaus, superschick, das siehst du auf den ersten Blick. Da musst du rein, da musst du hin!" Freut Euch, dass ich heute gekommen bin.

Hier gibt's nun vieles zu erzählen. Aus langer Liste muss ich wählen, was wichtig ist, was Nebensache und wie ich's allen Recht dann mache. Ein jeder ging auf seine Weise, auf große oder kleine Reise und kam mit Können und mit Glück, hier zu unserm Club zurück. Und wichtig ist, das ist doch klar, die Jugendarbeit, wunderbar. Hier wird geschult, trainiert, geschafft, was hier getan wird, sagenhaft !!! Knoten, Spleißen, Manövrieren, echtes Kentern ausprobieren. Zum Eicher See ne Wanderfahrt, dann auf der Lahn ne Kanufahrt, Revierzentrale ein Besuch, doch damit lang´ noch nicht genug. Hafen- Reinigung, Jugendfloß, wie macht die Jugend das denn bloß? Und Schlauchboottraining noch und noch, die Trainer alle leben hoch !! Im Schlauchbootslalom, ei der daus, fünf Hessenmeister kamen raus und bei der Meisterschaft der Stadt, fünf Sieger, da war'n alle platt. Und bei der Deutschen Meisterschaft habt Ihr's bis zum Platz fünf geschafft. Und die Belohnung für den Fleiß, das war dann der HELM-Jugendpreis. Ihr seid aus richtig gutem Holz! Freut Euch, und seid mächtig stolz.

Zu loben auch das Internet, in dem die ganze Chronik steht, von allem was im Club geschah, jedes Ereignis sieht man da. Das alles noch am Schwarzen Brett! Das find ich wirklich INTER NETT. Und sitz ich mal einsam auf Wolke C, dann klick ich mich ein: WYCeV-Punkt-de und seh' was hier unten so alles ist los und sag mir dann jedesmal: "Die sind famos, die machen was her, die packen was an, die sind ein Verein, mit Frau und mit Mann." Dann seh' ich das Bootshaus in all seiner Pracht, und denk, die ham wirklich was aus dem gemacht: Das Dach ist drauf, man glaubt es kaum, ganz prima ist es anzuschaun, ganz kupfern sieht's von Ferne aus, es ist ein wahrer Augenschmaus. Es ist ein richtiges Gedicht. Freut Euch, es ist wirklich dicht !!!

Was reizt denn nun den Koch im Manne? Die Antwort ist: Eine Riesen- Pfannne. Die reicht für dreißig, vierzig Esser, vielleicht sogar für fünfzig Fresser, sie ist der Mittelpunkt der Welt, die Männerschar sich um sie stellt, ein jeder weiß wie er's besser kann, so richtig kochen kann nur ein Mann! Bratkartoffeln, kross und braun, nein, lieber blond tönt's von den Frauen. "Mehr Salz muss dran, ich kenn mich aus", ruft einer hinten aus dem Haus, "und Zwiebeln bitte nicht vergessen, die müssen ran an jedes Essen". Und alle stehen um die Pfanne rum, ich finde, das ist gar nicht dumm, denn eines, das ist sonnenklar, Gemeinschaft fördert, wunderbar. Und wünscht man sich ein volles Haus, ganz einfach: Man gibt einen aus! Wer hat, der hat, und nur kein Neid. Freut Euch, wenn Ihr gemütlich zusammen seid.

Und nun, liebe Freunde, gebt fein acht, ich hab' auch Euch was mitgebracht. Ich denke aber, das wird nicht eilen, das können wir später noch verteilen. Ich komme nämlich jetzt zum Schluss, weil ich noch andere bescheren muss.

Freut Euch, war das Motto heute. Freut Euch einfach, liebe Leute. Freut Euch in allen Lebenslagen. Freut Euch, dann könnt Ihr viel ertragen. Seht das Leben positiv, raus mit allem alten Mief, lasst frische Luft in Euch hinein, es wird sofort Euch besser sein. Beginnt das Neue Jahr mit Schwung, dann fühlt Ihr Euch so richtig jung. Verlasst mit Freude dieses Haus, das wünscht Euch Euer Nikolaus. Macht's gut, macht's besser noch Ihr Leut, es hat mich wirklich sehr gefreut, heut Abend hier bei Euch zu sein, nun flieg ich zu den Engelein, und lass mich richtig schön verwöhnen, tu allen meinen Lüsten frönen, hab außer Bart dann nichts mehr an. Ich freue mich, dann bin ich nur Mann...
Auf Wiedersehen ...."

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Und nachdem dann alle Geschenke verteilt, die Körbchen mit leckeren Naschereien schon deutlich leerer und die Weingläser mehrfach nachgeschenkt waren, wurde es beim gemeinschaftlichen Singen vieler schöner Weihnachtslieder noch einmal so richtig gemütlich.
Und so blieb es bis zur späten Nacht und vielfach bis zum frühen Morgen.

Es war ein rundherum schönes Zusammensein.

Festgestaltung und Arrangement: Gertrud Kramer
Musikbegleitung: Hannelore & Walter Feldmann
Fotos: Dieter von Fleischbein, Dieter Schlüter
Nikolaus, Poet und Webmaster: Dieter Schlüter

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